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Fruit Wars

Guten Tag!

Unser Kampf mit den Aepfeln (inzwischen vorwiegend bis ausschliesslich "Royal Gala" geht nun schon seit fast 2 Wochen bzw. 8 Arbeitstagen. Genug Zeit fuer uns, um euch erste Statistiken direkt vom Schlachtfeld zu bringen:

An jedem 8 stuendigen Arbeitstag gehen in Durchschnitt 20.000 Aepfel durch unsere Haende. Da geht es dann zum Teil so schnell, dass die Boxer (Die Menschen, die die Kartons mit Aepfeln in Kartonkisten packen und auf das naechste Fliessband hieven) gar nicht mehr hinterherkommen und wir selbst auch noch mit anpacken muessen. Da wir dann wohl oder uebel unsere Aepfel vernachlaessigen, sind auch schon einige Aepfel auf dem Boden gelandet. Schlacht verloren!

Auch bleibt so ein Krieg nicht ohne gesundheitliche Folgen. Wir ziehen inzwischen unsere Wanderschuhe an, aber die Rueckenschmerzen kommen trotzdem noch. Da bleibt nur die Wahl seine Profession zu aendern und unter die Boxer zu gehen, um ein wenig Abwechslung zu kriegen. Aber den ganzen Tag Boxer zu sein ist auch nicht so dolle, wie ich heute festgestellt habe. Die Aepfelkisten sind schon recht schwer und nach ein paar duzend Kisten spuert man, wie langsam auch da die Rueckschmerzen kommen. Ideal ist es, wenn man immer abwechselnd Aepfel sortiert und verpackt. Trotzdem sind wir am Ende vom Arbeitstag froh, wenn wir endlich sitzen koennen :D  

Janice (Mutter Carter) hat selbst auch schon im Packhouse gearbeitet und gemeint, dass es Leute gibt, die dort jeden Sommer arbeiten, und deswegen das restliche Jahr Aepfel weder sehen noch essen koennen. Sozusagen eine Art Trauma o_O

Am Mittwoch haben wir dann unseren Gehaltszettel gekriegt. 10.25$ (der gesetzliche Mindeslohn) pro Stunde. Acht Stunden am Tag, fuenf Tage lang macht 410 Dollar. Abzueglich Steuern und dem Geld, dass wir der Familie Carter fuer's Essen geben bleiben ca. 260 Dollar pro Woche uebrig. Damit liegt unser Sold bei ca. 25 Euro pro Tag. Unser Ansicht nach schon ein bisschen wenig fuer die vielen Abenteuer an forderster Front.

Deswegen haben wir auch beschlossen am morgigen Freitag zum letzten Mal gegen die Aepfel ins Feld zu ziehen und uns danach taktisch aus dem Geschehen zurueckzuziehen.

Aber Janice hat uns schon angeboten ein paar Bekannte zu fragen, ob die noch zwei Fruitpicker gebrauchen koennen. So geht unser Kampf gegen das Obst vielleicht sogar an anderer Front weiter.

Gluecklicherweise sind wir bei der Familie Carter untergebracht. Mama Janice macht uns immer leckeres vegetarisches Essen, Steve unterhaelt uns mit seinen Musikinstrumenten (meistens die Akustische Gitarre, aber nun hat er auch ein Saxophon; und wenn er darauf spielt, dann singen sogar die Esel vom Nachbarn mit xD ) und Papa Donald erheitert uns mit seiner lustigen Art. So geht uns bei unserer Gastfamilie rundum gut!  Sarah und ich wurden inzwischen auch in den heiligen Sport des Commonwealth eingeweiht: Cricket! Der Zubehoer mutet zwar ein wenig seltsam an, vier Stoecke und ein Berg-und-Tal-Schlaeger, aber Spass macht es allemal. Und Cricket ist laut Steve und Don auf keinen (!) Fall so aehnlich wie Baseball. (Auch wenn Sarah dennoch Gemeinsamkeiten sieht^^). Donald und Janice sind vor kurzem auf Walter Veith gekommen und wir gucken uns Sabbats seine Vortraege an. Auch wenn immer alle ausser Sarah und mir einschlafen o_O

6 Kommentare Chris verlinken 1.3.07 05:44, kommentieren

Fruit Wars Episode 2

Nachdem wir letzte Woche den Kampf gegen die Aepfel aufgeben mussten haben wir seit Montag schon wieder eine neue Mission. Diesmal haben wir auch eine Waffe bekommen: Eine Gartenschere. Mit der ziehen wir ueber den Vinyard und entfernen alle Aeste, die zu weit am Boden haengen. Hoert sich einfach an, ist es auch, waeren da nicht einige unangenehme Umstaende:

1.Es sind soviele Weinstockreihen, dass wir schon aufgehoert haben zu zaehlen

2. Jede Reihe ist ungefaehr 500m lang.

3. Die Sonne brennt unerbaermlich heiss, und ab ca. 11 Uhr hat man absolut keinen Schatten mehr.

Wenigstens wurde uns eine dritte Fruit Ritterin mit auf die Mission geschickt. Belynda wird fuer zwei Wochen auch mitarbeiten, da sie noch ein bisschen Geld braucht bevor sie nach Australien geht, um dort ihre Ausbildung zur Krankenschwester im Krankenhaus von Sydney zu machen. Da unsere Arbeit mit Worten nicht so anschaulich wird versuch ich mal ein kleines Bildchen:


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So. Ich wollt noch Pfeile machen, wie wir laufen aber das war mir dann doch zu kompliziert^^. Also jedes V ist ein Weinstock (ist natuerlich nicht massstabsgetreu, die Reihen sind im Verhaeltnis zu uns in wirklichkeit viiiiiel laenger. B ist Belynda, S ist Sarah und C ist Chris. Wir laufen also die ganze Reihe hoch, gehen auf der anderen Seite wieder die naechsten drei Reihen runter, wieder hoch, runter,hoch, runter... Die einzige Abwechslung, die wir haben ist mal hier ein toter Hase und dort ein Hasenskelett und ab und zu sehen wir auch noch einen lebenden. 

Weils am Montag soooooooo unertraeglich heiss war, wir schon dem Hitzetod nahe waren und Belynda schon total verbrannt war haben wir kurzerhand beschlossen den Kampf am naechsten Tag fortzusetzen. Natuerlich haben wir vorher den Chef auch um Erlaubnis gebeten, und gleich mit ihm ausgemacht, dass wir an so heissen Tagen schon um zwei aufhoeren koennen. Heute wars dann wieder so heiss und unsere Beine taten weh vom vielen laufen (eine Reihe ist ca. 500m lang in 6 Stunden schaffen wir zusammen 150 Reihen also jeder 50, das sind 50x500m also 25000m. Wir laufen also jeder in sechs Stunden ca 25km.) weswegen wir dann auch wieder um zwei aufgeben mussten. Um uns zu erfrischen sind wir dann gleich anschliessend in den 10min entfernten Fluss gesprungen (unsere Badesachen hatten wir schon vorausplanend mitgenommen^^).

Zurueck in Hidden Valleys haben wir dann einen kurzen Blick auf den Arbeitsvertrag geworfen, wodurch unsere Laune gleich gestiegen ist. Wir bekommen naemlich fuer die Arbeit 11,47$ auf die Stunde. Wie sie auf diese krumme Zahl kommen wissen wir auch nicht aber es sind 1,22$ mehr als im Packhouse! Ich haette nie gedacht, dass ich mich mal ueber einen Lohn von 6 Euro die Stunde freuen wuerde. Wir wollen trotzdem nicht laenger als zwei Wochen an der Traubenfront kaempfen, das ist nicht gut fuer unsere Haut so ganz ohne Ozonschicht.

5 Kommentare Sarah verlinken 6.3.07 05:18, kommentieren

Chris erobert die Welt und Sarah entdeckt ihre uebersinnlichen Faehigkeiten

Jaja... es ist schon einiges passiert, seit wir uns das letzte Mal gemeldet haben.

Letzte Woche haben wir ja auf dem Weingut gearbeitet. Das war fast noch anstrengender als im Packhouse. Bei Temperaturen um 30 Grad im Schatten (Wohlgemerkt, wir waren in der SONNE! ) sind wir die eine Reihe rauf und die andere Reihe wieder runtergelaufen, immer ein waches Auge auf zu tief wachsende Ranken habend und diese gegebenenfalls zu eliminieren. Aber zum Glueck durften wir ab Freitag etwas anderes machen. Wir wurden beauftragt die Weinreben nach gruenen Trauben abzusuchen und diese abzureissen. Da die Ernte hier per Maschine gemacht wird, reisst diese auch alle Trauben ab und die noch unreifen gruenen Trauben wuerden den Traubensaft bzw. Wein dann bitter machen.  So mussten wir zwar immer noch den ganzen Tag laufen, aber nun brauchten wir pro Reihe keine acht Minuten mehr, sondern 20-30 Minuten und konnten (besser: mussten) auch um einiges gemuetlicher laufen, um nicht etwaige Trauben zu uebersehen, die sich hinter Blaettern versteckt haben.

Drum waren wir froh, dass dann endlich Sabbat war und wir uns von all der Arbeit erholen konnten. Nach der Kirche sind wir dann einer Einladung von letztem Sabbat gefolgt und haben bei jemandem aus der Gemeinde zu Mittag gegessen. Wir waren nicht die einzigen Gaeste an diesem Tag und das Mittagessen wurde zu einem wahren Treffen der Kulturen: Die Gastgeber waren "Jayam" (Ich weiss nicht, wie man ihren Namen richtig schreibt, aber es klang immer wie J M) und ihr Mann Robert, sie eine Lehrerin aus Malaysia und er ein Chirurg aus Sri Lanka, beide seit 20 Jahren in Neuseeland. Hinzu kamen Gordon, ein Neuseelaender, und seine Frau Elena (auch hier bin ich mir nicht so sicher, ob ich den Namen richtig schreibe) von den Philippinen. Dann war noch Rachel da, eine Urlauberin aus Malaysia mit dem Kindihrer Freundin (weil die Freundin arbeiten musste). Und schliesslich noch wir zwei junge Mitteleuropaer, die Ferien machen und gleichzeitig arbeiten ;-)
Es gab auch leckeres indisch-malaysisches Essen, natuerlich vegetarisch! Wir sassen an einem runden Tisch und in der Mitte war ein Rondell mit den verschiedenen Gerichten, das dann bei Bedarf gedreht wurde. Sehr praktisch sowas ;-)
Wir haben uns nett mit den Leuten unterhalten und ueber viele interessante Dinge gesprochen: Zum Beispiel, dass Vegetarier laenger und gesuender Leben als Fleischesser und dass laut einer Studie in den USA Vegetarier, die Adventisten sind, sogar noch gesuender leben und aelter werden als "normale" Vegetarier. Deswegen habe auch das US Health Department die Adventisten bzw. die adventistischen Lebensmittelorganisationen darum gebeten ein Gesundheitsprogramm aufzustellen, um gegen die ungesunde Ernaehrung in den USA vorzugehen.
Oder auch darueber, dass Asiaten, die in der westlichen Kultur leben, langsam auch alle koerperlichen Beschwerden und Krankheiten der westlichen Welt bekommen (Fettleibigkeit, Diabetes, etc...), weil sie nicht mehr ihr eigenes heimisches Essen zu sich nehmen, sondern das der westlichen Kultur, aber vor allem das ungesunde Fleisch und Fett.
Dass und vieles mehr waren nun Gespraechsthemen...

Am selben Abend war dann auch noch Spieleabend im Hause Carter, an dem Sarah zuerst in "Spoons" gewonnen hat und ich -Dank taktischer Ueberlegenheit und allgemeiner Muedigkeit nach drei Stunden Spieldauer- beim "Risiko" spielen mit meiner gruenen Armee von Europa aus die Welt erobert habe.

Damit war aber das Wochenendprogramm noch nicht zu Ende. Am Sonntag Nachmittag sind wir noch an den Strand gefahren
In Neuseeland gibt es ziemlich viele Straende, aber an nur wenigen kann man sich auch ohne Lebensgefahr ins Wasser begeben (hauptsaechlich wegen gefaehrlicher Unterstroemungen). "Ocean Beach" war einer von diesen wenigen: Wolkenloser Himmel, nicht mehr allzu heisse Nachmittagssonne, feiner Sandsstrand, kuehles Meerwasser, jede Menge hohe Wellen, todesmutige Jungsurfer, glitschiger Meertang, Salzwasser in Nase und Munde und ein nackter Maori, der am Strassenrand aus seinem Van ausgestiegen kam, nachdem er noch kurz zuvor recht risikoreich und mit einer grossen blauen Abgaswolke ein Auto vor uns ueberholt hatte, waren das Ergebniss dieses tollen Sonntags.

So war die Arbeit am Montag dann auch nicht so schlimm, zumal wir ja nur noch bis Dienstag arbeiten mussten. Dennoch gingen unheimliche Dinge an diesem Montag vor sich. Denn kurz vor Schluss kam Sarah aufgeregt auf mich zugerannt und erzaehlte mir von einer unheimlichen Begebenheit mit ihrem mp3-Player. Es war ihr nun schon zum wiederholten Male gelungen am Ende eines Liedes den darauffolgenden Titel zu erraten, obwohl die Titelauswahl auf random eingestellt ist
Sarah meint, dass ihr Unterbewusstsein vielleicht schon das naechste Lied erkennen kann, weil dieses bereits im nicht hoerbaren Bereich angefangen hat, noch bevor das vorherige Lied zu Ende ist. Oder Sarah ist im Besitz von uebersinnlichen Faehigkeiten. Oder vielleicht war es doch einfach nur Zufall. Allemal aber genug Stoff, um eine Folge Akte-X daraus zu machen.

Am Dienstag waren wir dann nach zwei Stunden Arbeit auf dem Vineyard fertig und konnten nach Hause gehen und uns ausruhen. Aber diese Ruhe waehrte nicht lange: Nach ein paar Minuten fragte uns Janice, ob wir nicht einem Bekannten helfen koennten, da er noch zwei Leute braechte. Natuerlich bin ich auch gleich zur Hilfe geeilt; Sarah hat mich, wenn auch erst wiederwillig (Sie hatte sich doch schon darauf gefreut endlich nicht mehr arbeiten zu muessen), noch begleitet. Da waren wir nun, und haben zwei Zimmermaennern (Carpenter) geholfen einen neuen Boden zu verlegen. Wir mussten dabei nur lediglich helfen alle 10 Minuten ein weitere 100kg Bodenplatte ins Innere zu tragen. So haben wir auch diesen Nachmittag mehr oder weniger gelangweilt zu Ende gebracht und nebenbei noch 100 Dollar fuer's mithelfen bekommen

Heute sitzen wir nun hier im Hause und erholen uns von diesen arbeitsreichen fast 4 Wochen. Mittlerweile ist hier auch der Herbst eingekehrt und ein stuermischer Wind hat alles davongetragen, was nicht niet- und nagelfest war (dummerweise auch den Gartentisch mit Sonnenschirm und Glasplatte, die dabei zu Bruch gegangen ist :> )
Heute Abend steht noch eine Ueberrasschunsabschiedsparty fuer Belynda an.

jetzt regnet es gerade auch und Sarah singt dem Wellensittich Lieder aus dem "Feiert Jesus!" Buch vor. Und er singt auch ein bisschen mit. 

3 Kommentare Chris verlinken 14.3.07 04:43, kommentieren

Daylight Saving ends

Ja, letzte Nacht war es soweit. Wir sind eine Stunde naeher an euch gerueckt. Das heisst uns trennen jetzt nur noch 11 Stunden. Und in einer Woche, wenn ihr dann auf Sommerzeit umstellt sind's auch schon nur noch 10. So schnell kann's gehen.

Ich bin mal wieder allein im Hause Carters. Wir scheinen das ziemlich anzuziehen, diese Housekeeping Sache. Die Leute werfen uns regelrecht ihre Haueser hinterher. Nur das es diesmal eine Schwierigkeitsstufe hoeher ist. Am Freitag haben Jan und Belynda Hawkes Bay Richtung Auckland verlassen. Inzwischen muessten sie schon auf der "West Island" (auch genannt Australien, kleiner Spass der Kiwis) gelandet sein, wo Belynda dann die naechsten anderthalb Jahre von ihrer Tante im Krankenhaus in Sydney zur Krankenschwester ausgebildet wird. Weil Jan auch fuer eine Woche in Australien bleibt, sind jetzt also alle aus der Carter-Familie, die Ahnung vom kochen haben, ausgeflogen. Damit sich Don, Steve und Steph (und wir) nicht die ganze Woche von Pizza,Fish&Chips, und 2-minutes-noodles ernaehren muessen haben wir uns bereiterklaert das Kochen zu uebernehmen. Nach einigen Anfangsschwierigkeiten und einem halb abgeschnittenen Finger haben wir ihnen heute leckere deutsche Pfannkuchen vorgesetzt. Anschliessend hat der Marmorkuchen fuer Entzueckung gesucht ( "look at the colours!""It's delicious!" ). Leider haben die Carters keine Spuelmaschine, weswegen wir alles von Hand waschen muessen. Aber da haben wir ja von Zion Garden's auch schon genug Uebung drin.

Don, Steve und Chris trainieren gerade in Napier auf dem Sportplatz der Gemeinde den Kuchen beim Softballspielen ab. Die Jugend hat hier ziemlich jedes Wochenende eine Sportsnight. Da wird dann eben Cricket, Rugby, Fussball, Volleyball, Softball... gespielt. Gestern abend gab's ausserdem an der Gemeinde ein Tricycle-Rennen. Von drei Dreiraedern hat's nur eins ins Ziel geschafft, weil bei den andern zwei die Achse gebrochen ist. War aber auf jeden Fall sehr lustig.

Ab morgen werden wir dann, waehrend Don bei der Arbeit ist und Steve und Steph in der Schule ( Steve hat morgen sogenannte "Outdoor Education", das heisst sie machen Rockclimbing usw. und lernen dabei was ueber die Sicherheit etc., so macht Schule Spass) die Olivenbaeume zurechtstutzen, damit sie anschliessend gesprueht werden koennen.

2 Kommentare Sarah verlinken 18.3.07 07:27, kommentieren

Mehr Bilder

Fonzie, the black cat

Tricycle-Rennen

Sonnenuntergang vorm Haus und unser Nissan Bluebird

 

1 Kommentar Sarah verlinken 19.3.07 04:56, kommentieren

Allerei und Nichtiges

Seid gegruesst!

Wir haben es ja mal wieder geschafft und sind stolze Hausbesitzer in Neuseeland geworden. Aber ausser dem Haus haben wir auch noch ziemlich viele Olivenbaeume, die natuerlich auch gepflegt werden wollen.
Drum stehen wir auch jeden morgen frueh auf und fahren bzw. rasen (wenn Sarah am Steuer sitzt) mit unserem blauen Suzuki-Quad ans andere Ende der Farm und ruecken den Olivenbaeumen mit einer Heckenschere zu Leibe. Meiner Meinung nach eine wirklich herausfordernde und spannende Arbeit im Gegensatz zum Apfel sortieren und Weintrauben kultivieren. Aber fragt mich in 2 Wochen nochmal, was ich vom Olivenbaum trimmen halte xD

Ansonsten geht es hier relativ ruhig zu. Abends ist Sarah immer ein bisschen aufgeregt, weil wir da ja fuer alle kochen, aber bisher hat sich noch niemand beschwert ueber unsere mehr oder weniger deutsche Kueche. Zumindest ueber Sarah's leckere Kuchen freuen sich alle. Am Anfang stand ja der famose farbenpraechtige Marmorkuchen (ich glaube, die haben sowas in ihrem ganzen Leben noch nicht gesehen - ein Kuchen mit 2 Farben!? ). Gestern folgte dann ein wunderbarer Zitronenkuchen, der inzwischen schon aufgegessen ist ;-)
Und gerade in diesem Augenblick werden die letzten Blaubeermuffins fertig. Sarah ist zwar nicht so begeistert, weil sie nach nichts oder eben nur sehr wenig schmecken. Naja... vllt liegt es daran, dass das Rezept aus einem neuseelaendischen Kochbuch stammt. Aber mir schmecken sie... wenn man noch ein bisschen Puderzucker drauftut.

Auch haben wir, als wir am Dienstag noch in die Stadt zum einkaufen sind, fast einem Unfall gehabt
Das war naemlich so:
Wir stehen an der Ampel und wollen links abbiegen (man erinnere sich: in Neuseeland faehrt man auf der anderen Strassenseite, somit ist unser Linksabbiegen in Neuseeland quasi wie Rechtsabbiegen in Deutschland; wenn ihr versteht, was ich meine o_O)
Die Ampel wird gruen und Sarah faehrt gemuetlich los. Ploetzlich taucht da aber ein anderes Auto von gegenueber auf, das in dieselbe Richtung abbiegen will. Rein logisch gesehen sollte bei Linksverkehr eigentlich auch die Regel "links-vor-rechts" gelten, tut sie aber hier nicht. Somit haetten wir dem Auto gegenueber auch Vorfahrt gewaehren sollen, auch wenn es beim rechtsabbiegen den laengeren Weg hat. Hier noch eine kleine Beinahe-Unfallskizze:

 

                     l          l          l
                     l          l [kK]  l
                     l          l[MG]  l
       _______l          l    l     l_______
                                     l
                                     l
          _ _ _ _                l      _ _ _ _ _
                             <---┘

                  <---¬
       ________    l                _______
                      l    l      l         l
                      l [SC]  l         l
                      l [ET]  l          l
                      l           l         l



Zum Glueck hatte es noch genug Platz auf der Strasse und beide Fahrer haben rechtzeitig gebremst. So ist nichts passiert. Doch damit war es noch nicht vorbei. Dass "SC" Sarah und Chris heisst, habt ihr wahrscheinlich schon erraten und, dass "ET" unsere Einkaufstueten sind wohl eher nicht, aber wer sind "MG" und "kK"?
Nun ja... nachdem wir dem anderen Auto dann noch eine nachtraegliche Vorfahrt gewaehrt hatten, blieb es nach ein paar Metern stehen, die beiden Vordertueren wurden aufgeschmissen und zwei empoerte MaoriGangsterinnen stiegen aus und kamen auf uns zugelaufen. Da wir inzwischen auch rausgefunden hatten, dass wir den Fehler gemacht hatten, oeffnete Sarah auch bereitwillig das Fenster, um sich bei den netten Damen zu entschuldigen. Allerdings liessen diese Sarah kaum zu Wort kommen und beschimpften sie nur und meinten, dass wir fast ihre kleinen Kinder getoetet haetten. Sarah konnte neben ganz vielen "Sorrys" nur entschuldigend sagen "we are from germany"
Aber Sarah ist ganz cool geblieben und nicht ausgerastet, sondern hat alles ueber sich ergehen lassen.
Als die beiden Damen dann fertig waren, sind sie wieder eingestiegen und weitergefahren und wir konnten froh sein, dass sie keine Waffen gezueckt hatten o_O
Nach dem ersten Schock haben wir uns aber bald wieder erholt und sind sicher zuhause angekommen. Zum Glueck fahren wir ja nicht mehr lange mit dem Auto umher^^

Und jetzt ueberlegen wir uns, was wir heute leckeres zum Abendessen kochen. 

5 Kommentare Chris verlinken 22.3.07 04:38, kommentieren

Indeed!

4 Kommentare Sarah&Chris verlinken 29.3.07 04:36, kommentieren