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Chris erobert die Welt und Sarah entdeckt ihre uebersinnlichen Faehigkeiten

Jaja... es ist schon einiges passiert, seit wir uns das letzte Mal gemeldet haben.

Letzte Woche haben wir ja auf dem Weingut gearbeitet. Das war fast noch anstrengender als im Packhouse. Bei Temperaturen um 30 Grad im Schatten (Wohlgemerkt, wir waren in der SONNE! ) sind wir die eine Reihe rauf und die andere Reihe wieder runtergelaufen, immer ein waches Auge auf zu tief wachsende Ranken habend und diese gegebenenfalls zu eliminieren. Aber zum Glueck durften wir ab Freitag etwas anderes machen. Wir wurden beauftragt die Weinreben nach gruenen Trauben abzusuchen und diese abzureissen. Da die Ernte hier per Maschine gemacht wird, reisst diese auch alle Trauben ab und die noch unreifen gruenen Trauben wuerden den Traubensaft bzw. Wein dann bitter machen.  So mussten wir zwar immer noch den ganzen Tag laufen, aber nun brauchten wir pro Reihe keine acht Minuten mehr, sondern 20-30 Minuten und konnten (besser: mussten) auch um einiges gemuetlicher laufen, um nicht etwaige Trauben zu uebersehen, die sich hinter Blaettern versteckt haben.

Drum waren wir froh, dass dann endlich Sabbat war und wir uns von all der Arbeit erholen konnten. Nach der Kirche sind wir dann einer Einladung von letztem Sabbat gefolgt und haben bei jemandem aus der Gemeinde zu Mittag gegessen. Wir waren nicht die einzigen Gaeste an diesem Tag und das Mittagessen wurde zu einem wahren Treffen der Kulturen: Die Gastgeber waren "Jayam" (Ich weiss nicht, wie man ihren Namen richtig schreibt, aber es klang immer wie J M) und ihr Mann Robert, sie eine Lehrerin aus Malaysia und er ein Chirurg aus Sri Lanka, beide seit 20 Jahren in Neuseeland. Hinzu kamen Gordon, ein Neuseelaender, und seine Frau Elena (auch hier bin ich mir nicht so sicher, ob ich den Namen richtig schreibe) von den Philippinen. Dann war noch Rachel da, eine Urlauberin aus Malaysia mit dem Kindihrer Freundin (weil die Freundin arbeiten musste). Und schliesslich noch wir zwei junge Mitteleuropaer, die Ferien machen und gleichzeitig arbeiten ;-)
Es gab auch leckeres indisch-malaysisches Essen, natuerlich vegetarisch! Wir sassen an einem runden Tisch und in der Mitte war ein Rondell mit den verschiedenen Gerichten, das dann bei Bedarf gedreht wurde. Sehr praktisch sowas ;-)
Wir haben uns nett mit den Leuten unterhalten und ueber viele interessante Dinge gesprochen: Zum Beispiel, dass Vegetarier laenger und gesuender Leben als Fleischesser und dass laut einer Studie in den USA Vegetarier, die Adventisten sind, sogar noch gesuender leben und aelter werden als "normale" Vegetarier. Deswegen habe auch das US Health Department die Adventisten bzw. die adventistischen Lebensmittelorganisationen darum gebeten ein Gesundheitsprogramm aufzustellen, um gegen die ungesunde Ernaehrung in den USA vorzugehen.
Oder auch darueber, dass Asiaten, die in der westlichen Kultur leben, langsam auch alle koerperlichen Beschwerden und Krankheiten der westlichen Welt bekommen (Fettleibigkeit, Diabetes, etc...), weil sie nicht mehr ihr eigenes heimisches Essen zu sich nehmen, sondern das der westlichen Kultur, aber vor allem das ungesunde Fleisch und Fett.
Dass und vieles mehr waren nun Gespraechsthemen...

Am selben Abend war dann auch noch Spieleabend im Hause Carter, an dem Sarah zuerst in "Spoons" gewonnen hat und ich -Dank taktischer Ueberlegenheit und allgemeiner Muedigkeit nach drei Stunden Spieldauer- beim "Risiko" spielen mit meiner gruenen Armee von Europa aus die Welt erobert habe.

Damit war aber das Wochenendprogramm noch nicht zu Ende. Am Sonntag Nachmittag sind wir noch an den Strand gefahren
In Neuseeland gibt es ziemlich viele Straende, aber an nur wenigen kann man sich auch ohne Lebensgefahr ins Wasser begeben (hauptsaechlich wegen gefaehrlicher Unterstroemungen). "Ocean Beach" war einer von diesen wenigen: Wolkenloser Himmel, nicht mehr allzu heisse Nachmittagssonne, feiner Sandsstrand, kuehles Meerwasser, jede Menge hohe Wellen, todesmutige Jungsurfer, glitschiger Meertang, Salzwasser in Nase und Munde und ein nackter Maori, der am Strassenrand aus seinem Van ausgestiegen kam, nachdem er noch kurz zuvor recht risikoreich und mit einer grossen blauen Abgaswolke ein Auto vor uns ueberholt hatte, waren das Ergebniss dieses tollen Sonntags.

So war die Arbeit am Montag dann auch nicht so schlimm, zumal wir ja nur noch bis Dienstag arbeiten mussten. Dennoch gingen unheimliche Dinge an diesem Montag vor sich. Denn kurz vor Schluss kam Sarah aufgeregt auf mich zugerannt und erzaehlte mir von einer unheimlichen Begebenheit mit ihrem mp3-Player. Es war ihr nun schon zum wiederholten Male gelungen am Ende eines Liedes den darauffolgenden Titel zu erraten, obwohl die Titelauswahl auf random eingestellt ist
Sarah meint, dass ihr Unterbewusstsein vielleicht schon das naechste Lied erkennen kann, weil dieses bereits im nicht hoerbaren Bereich angefangen hat, noch bevor das vorherige Lied zu Ende ist. Oder Sarah ist im Besitz von uebersinnlichen Faehigkeiten. Oder vielleicht war es doch einfach nur Zufall. Allemal aber genug Stoff, um eine Folge Akte-X daraus zu machen.

Am Dienstag waren wir dann nach zwei Stunden Arbeit auf dem Vineyard fertig und konnten nach Hause gehen und uns ausruhen. Aber diese Ruhe waehrte nicht lange: Nach ein paar Minuten fragte uns Janice, ob wir nicht einem Bekannten helfen koennten, da er noch zwei Leute braechte. Natuerlich bin ich auch gleich zur Hilfe geeilt; Sarah hat mich, wenn auch erst wiederwillig (Sie hatte sich doch schon darauf gefreut endlich nicht mehr arbeiten zu muessen), noch begleitet. Da waren wir nun, und haben zwei Zimmermaennern (Carpenter) geholfen einen neuen Boden zu verlegen. Wir mussten dabei nur lediglich helfen alle 10 Minuten ein weitere 100kg Bodenplatte ins Innere zu tragen. So haben wir auch diesen Nachmittag mehr oder weniger gelangweilt zu Ende gebracht und nebenbei noch 100 Dollar fuer's mithelfen bekommen

Heute sitzen wir nun hier im Hause und erholen uns von diesen arbeitsreichen fast 4 Wochen. Mittlerweile ist hier auch der Herbst eingekehrt und ein stuermischer Wind hat alles davongetragen, was nicht niet- und nagelfest war (dummerweise auch den Gartentisch mit Sonnenschirm und Glasplatte, die dabei zu Bruch gegangen ist :> )
Heute Abend steht noch eine Ueberrasschunsabschiedsparty fuer Belynda an.

jetzt regnet es gerade auch und Sarah singt dem Wellensittich Lieder aus dem "Feiert Jesus!" Buch vor. Und er singt auch ein bisschen mit. 

Chris am 14.3.07 04:43

bisher 3 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Simon (14.3.07 08:51)
Ich glaube ihr werdet gar nicht mehr gern zurück wollen. Ihr gewöhnt euch zu stark an das Land...
Naja, ich wohn jetzt also in München und bin grad nur zu Besuch im Schwabenland. Morgen fahr ich schon wieder.
Ich wünsche euch auf jeden Fall alles Gute und noch viele Schöne Erlebnisse.
Alles Gute

Simon


Moni, Tani und Ebi (14.3.07 11:01)
Das war eine schöne Überraschung heute morgen, endlich steht mal wieder eine Nachricht im Blog,
inzwischen fehlt einen richtig was wenn es nichts Neues zu lesen gibt.Bei uns kehrt nun der Frühling ein und endlich können wir wieder jeden
Abend unseren Sparziergang im Wald geniessen.
Weiterhin gutes gelingen


Mama Meder (15.3.07 19:47)
Vielen Dank für euren langen Bericht. Auch wenn ihr meint es sei nichts besonderes, so lesen wir es gerne und wenn es nur Lieder für den Wellensittich sind. Nun wissen wir das ihr Lieder einem Wellensittich vor singt. Da wir keinen Vogel haben , auch nicht im Oberstübchen, aber sich ein Vogelpärchen draussen in der Kiefer im Garten ein Nest baut, konnen wir ihrem Gesang lauschen. Leider musste ich morgens um 7 Uhr aus dem Haus und bin erst jetzt (19 Uhr) nach Hause gekommen. Von dem sonnigen Wetter habe ich nichts mit bekommen. Aber dafür ist es morgens jetzt schon hell wenn ich zur Arbeit fahre. So wie ihr am Telefon erzählt habt, wird bei euch am Wochenende die Sommerzeit um gestellt und ihr habt die Winterzeit. Da durch rücken wir eine Stunde dichter an euch herran. Wenn dann bei uns nächstes Wochenende die Zeit umgestellt wird, sind wir noch mal eine Stunde näher an euch dran. Dann sind es nur noch 10 Stunden Unterschied. Aber in Gedanken sind wir uns ja noch näher. Es vergeht kein Tag an dem wir nicht an euch denken und euch vermissen. Euren Freunden geht es bestimmt auch so. Also schreibt weiter so schöne Berichte. Es verbindet uns mit euch ein wenig. In liebe Mama

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